Buchrezensionen aus der Klasse AS/BE

Die Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe von Frau Aschhoff-Hartmann und Herrn Bewier lasen in den vergangenen Wochen im Unterricht zwei verschiedene Jugendbücher.

Nachfolgend stellen einige der Jugendlichen in Form einer Rezension das von ihnen gelesene Buch näher vor. 

 

 

Rezension zum Buch „Bei uns im Affenstall“

Wir haben im Unterricht das Buch „Bei uns im Affenstall“  von Wolfram Eicke gelesen. Es handelt von einer Familie, in der der Vater die Mutter und einen der gemeinsamen Söhne verlassen hat. Mit ihm sind auch die anderen Söhne der Familie ausgezogen. Alex und seine Mutter fühlen sich in der Altbauwohnung ziemlich alleine und das Geld geht ihnen langsam auch aus. Aber eines Tages kommt Onkel Bernd und er hat eine sehr gute Idee! Er fragt: „Warum vermietet ihr nicht die leer stehenden Zimmer?“ Das finden Mutter und Sohn nicht schlecht. Sie suchen ein Namen für ihre Pension und nennen sie „PA“= Pension Affenstall. Schon bald kommen auch die ersten Gäste, wie zum Beispiel Scherzartikelvertreter, Künstler, Geschäftsleute und so weiter. Und mit den Gästen kommt viel Abwechslung – manchmal mehr als Mutter und Sohn sich wünschen.

Ich finde, dass das Buch sehr gut verständlich ist, so dass man die Handlungen der einzelnen Personen sehr gut verstehen kann. Vor allem versteht man die Bedeutung des Titels „Bei uns im Affenstall“ immer besser.

Niklas R.

 

 

Rezension zum Buch „Simpel“

Wir haben im Unterricht das Buch „Simpel“ von Marie-Aude Murail gelesen. Es handelt sich um das Leben der Geschwister Maluri, die in Paris unterwegs sind. Simpel ist 22 Jahre alt und Colbert ist 17. Ihre Mutter ist tot und ihr Vater kümmert sich nicht großartig um sie. Da Simpel geistig behindert ist und mental auf der Stufe eines 3,5-Jährigen ist, muss sich sein jüngerer Bruder Colbert um ihn kümmern, was eine schwierige Aufgabe ist. Er „befreit“ ihn am Anfang aus der Anstalt „Malicroix“ und eine kurze Zeit später ziehen sie in eine Studenten-WG. Da Simpel eigentlich eine „Rundum-Betreuung“ benötigt, aber Colbert auch sein eigenes Leben leben will (Schule, Freundin, …) schafft er es nicht immer, Simpel zu betreuen. Somit helfen ihm auch die anderen (WG- Bewohner, Freunde) dabei, doch das klappt nicht immer und wenn Simpel alleine gelassen wird, gerät alles durcheinander. Somit steht Colbert oft vor der Frage, ob er ihn wieder nach „Malicroix“ bringen muss oder ob er es doch irgendwie selber schafft. Gemeinsam erleben die Geschwister Maluri und deren Umfeld durch Simpel oft lustige, seltsame, aber auch traurige oder ernste Situationen.

Ich finde, dass das Buch sehr gut verständlich ist, so dass man die Handlungen der Figuren/Personen gut nachvollziehen kann. Vor allem kann man auch Simpels Verhaltensweisen und die Reaktionen anderer Personen auf ihn  gut nachvollziehen. Obwohl die Autorin keine großen Erfahrungen mit Personen, die eine Behinderung haben, hat, konnte sie die Behinderung von Simpel gut darstellen. Dadurch, dass Simpel oft alles durcheinander gebracht hat, bereitete mir das Lesen an vielen Stellen viel Freude. Zur Abwechslung gibt es im Buch aber auch viele „ernste“ Stellen, durch die ich viel lernen konnte. Die Mischung zwischen „ernsten“ und „lustigen“ Stellen hat mir gut gefallen.

Ich denke, dass das Buch für alle Personengruppe ganz gut geeignet ist, aber am besten ist das Buch für Jugendliche und für junge Erwachsene. Denn im Buch geht es um das Leben von Jugendlichen. Es geht oft darum miteinander (in der WG, ohne Eltern) zurechtzukommen und einen Partner/eine Partnerin zu finden. Vor allem geht es auch darum, wie viel Verantwortung man hat, wenn man sich um Simpel kümmern muss. Da man Simpel mit einem Kleinkind vergleichen kann, wird den Lesern bewusst, wie anstrengend es ist und wie viel Verantwortung man trägt, wenn man ein Kind hat. Vielleicht wir dieses vor allem Jugendlichen beim Lesen bewusst, die es sich dann vielleicht mit einem eigenen Kind nochmal überlegen.

Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, weil ich viel Spaß beim Lesen hatte, weil man viel dabei lernt/erfährt und weil es meiner Meinung nach ein außergewöhnliches Buch ist.

Niklas I.

 

 

Rezension zum Buch „Simpel“

Wir haben im Unterricht das Buch „Simpel“ von Marie-Aude Murail gelesen. Es handelt von zwei Brüdern, die es nicht leicht haben. Der eine ist geistig behindert und der andere muss auf ihn aufpassen. Simpel und Colbert sind ein gutes Beispiel für die tiefe Verbindung, die Brüder haben können. Colbert hat Simpel aus einer psychiatrischen Anstalt namens Malicroux, in der Simpel von Monsieur Maluri, dem Vater der beiden Brüder, untergebracht wurde. Nach einiger Suche schaffen es die beiden in einer Studenten-WG ein Zuhause zu finden. Doch der Ärger bleibt trotzdem nicht aus, da die Welt der „normalen“ Menschen nicht gerade sehr oft etwas mit Simpels kindlichem Gemüt anfangen kann. Dieser ist nämlich auf dem geistigen Niveau eines Dreijährigen. Das ganze Chaos wird natürlich noch kräftig unterstützt von dem sprechendem Stofftier „Monsieur Hasehase“, der Simpel immer wieder zu Unfug anstiftet.

Der Text an sich war für mich immer gut verständlich und das Lesen bereitet Spaß.

Ich würde sagen, dass die Personengruppe der älteren Jugendlichen bis jüngeren Erwachsenen das größte Interesse an der Lektüre hätte und es für diese am ehesten geeignet wäre.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich das Buch „Simpel“ gerne weiterempfehle.

Laura W.

 

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